Kreditwürdigkeit
Solange der Schuldner seine alten Kredite immer brav bedient hat, dürfte eine Umschuldung in der Regel kein Problem sein. Allerdings muss auch hier ein gewisses Maß an Kreditwürdigkeit gewahrt bleiben.
Eine Umschuldung setzt wie jeder andere Kredit auch ein regelmäßiges Einkommen voraus. Schließlich erwartet auch die Bank, die mit der Umschuldung betraut ist, dass der Kreditnehmer in der Lage ist die monatlichen Raten zu zahlen.
Wer Altkredite mit relativ hohen monatlichen Belastungen zu tilgen hat und diese bisher noch locker bedienen konnte, hat jedoch gute Chancen. Denn die Bank wird im Falle einer Umschuldung auch in Betracht ziehen, wie hoch die Gesamtraten sind, die der Schuldner derzeit leistet. Konnte der Schuldner bisher beispielsweise 1000 Euro im Monat ohne Zahlungsschwierigkeiten zahlen, so bedeutet dies einen Pluspunkt, wenn er eine Umschuldung mit niedrigerem Ratenniveau beantragt.
Doch auch wer mit der Höhe der Rückzahlungen so langsam in Bedrängnis gerät, hat Chancen auf eine Umschuldung. Wenn nämlich die Laufzeit des neuen Kredites lang genug gewählt wurde, so ist die monatliche Belastung meist geringer. Und eine Rate ist meist immer niedriger als die Summe von mehreren zu tragenden Raten. Hat man beispielsweise fünf Gläubiger, an die man 5 verschiedene Raten mit einer Gesamtbelastung von 400 Euro zahlt, so kann man dies durchaus mit einem Umschuldungskredit auf die Hälfte der monatlichen Belastung senken. Hier ist allerdings immer der Einzelfall zu betrachten.
Alles in allem sollte sich der Schuldner aber immer mit der Umschuldung beschäftigen, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist und er seine bestehenden Kredite nicht mehr bedienen kann. Denn eine negative Auskunft über sein Zahlungsverhalten kann immer ein Bremsklotz bei der Bewilligung eines Umschuldungskredites sein. Sind Altkredite erst einmal durch den Gläubiger aufgekündigt, ist die Kreditwürdigkeit nämlich dahin.